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SPELDOK-AUSTRIA HANDBUCH ZUM ÖSTERREICHISCHEN HÖHLENVERZEICHNIS (Speldok-10)
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9 Die Speldok Datenbank
Karl Aichinger
Computer sind Maschinen, die uns helfen, die Probleme zu lösen, die es ohne sie nicht gäbe.
An dieser Stelle soll ein Einblick in die Philo-
sophie der Speldok-Datenbank gegeben
w erden. Dies soll das prinzipielle Konzept
dieser Datensammlung kurz umreißen, nicht
jedoch auf Betriebs- bzw . Datenbanksystem
eingehen oder gar das Bedienerhandbuch
ersetzten, da diese Komponenten dem ständi-
gen Entw icklungsprozess im IT-Bereich
unterliegen, und aller Wahrscheinlichkeit nach
kurz nach erscheinen dieses Handbuchs als
überholt betrachtet w erden müssen.
9.1 Speldok / SAHKAD - Warum überhaupt ?
Im Zeitalter der EDV (die nun auch den
Millenniumsw echsel glücklicherw eise über-
standen hat) stehen uns vielfältige elektroni-
sche Werkzeuge zu erschw inglichen Preisen
zur Verfügung,s deren Stärken gerade im
archivarischen Bereich liegen. Mittels geeigne-
ter Softw are soll es nun möglich sein, zumin-
dest die Basisdaten der Höhlen im Kataster-
gebiet zu erfassen und zu verw alten.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
Schnelles Auffinden der Basisdaten einer
Höhle
Suchen nach vielfältigen Kriterien
Automatisierung der
Katasternummernvergabe
Zuordnen von Publikationen, Dias und
Plänen zu einer Höhle oder Katastergrup-
pe
Einheitliche Katasterblätter, Ausw ertun-
gen, Vermessungsprotokolle etc.
Überführen der Vermessungsdaten in
Visualisierungs- und Druckprogramme
Die Möglichkeit, diese Daten einem brei-
teren Personenkreis zugänglich zu ma-
chen (sofern man es mit seinem Gew is-
sen vereinbaren kann, dass auch andere
Personen diese geheiligten Daten zu Ge-
sicht bekommen dürfen, ohne diese den
Höhlenforschergeheimbundehrencodex
auf eine mittelalterliche Blut-Biebel
schwören zu lassen).
Gerade diesem letzten Punkt (bzw . dessen
konsequente Nichtumsetzung) verdanken w ir
doch das massenw eise Verschw inden von
Vermessungsdaten die irgendw o in privaten
Kellern vor sich hin dämmern um irgendw ann
den Mäusen, Motten, Silberfischerln, der
eigenen Verkalkung oder den Erben zum
Opfer zu fallen. Wie schade darum!
9.2 Historische Entwicklung
Die Speldok-Datenbank w urde seit 1983 von
Günter Stummer an der Karst- und höhlen-
kundlichen Abteilung am Naturhistorischen
Museum Wien zunächst unter Einsatz einer
Speicherschreibmaschine, dann als segmen-
tierte Framew ork-Tabellen und später als
einfache MS-Access-Tabelle geführt.
Parallel dazu w urde und w ird seit 1997 im
Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg
eine umfassende Katasterdatenbank mit dem
Namen SA HKAD (
SA
lzburger
H
öhlen
KA
taster
D
atenbank), ebenfalls als MS-Access- Daten-
bank entw ickelt.
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