
SPELDOK-AUSTRIA HANDBUCH ZUM ÖSTERREICHISCHEN HÖHLENVERZEICHNIS (Speldok-10)
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8.5 Ausdrucke der Speldokliste
In der Speldok-Datenbank sind folgende
Listenausdrucke vorgesehen:
1. „Klassisch“ (ohne UTM-Koordinaten, aber
mit Lage, siehe Abb. 18)
2. Mit UTM- und BMN-Koordinaten (ohne
Lage, siehe Abb. 19)
3. Mit UTM-Koordinaten und Lage
8.6 Weitere Informationen zur Lageangabe
Sind alle Felder der Datenbank des Höhlen-
verzeichnisses ausgefüllt, ergibt sich dadurch
eine vierfache Lageangabe:
1. Grobe geographische Zuordnung durch
Angabe der Blattnummer der ÖK
2. Administrative Zuordnung durch Angabe
des Gemeindekodes (Land/BH/Gemeinde)
3. Geometrische Zuordnung durch die
Koordinaten (Rechts- und Hochw ert)
4. Naturräumliche Zuordnung durch die
Gebirgsgruppe (= Katasternummer)
In einem GIS (Geographisches Informations-
System) ist es möglich, aus den Koordinaten
einer Höhle die anderen Lageangaben auto-
matisch zu ermitteln bzw . zu kontrollieren,
w enn die durch Polygone begrenzten Flächen
der anderen Felder vorliegen (z.B. Teilgrup-
pengrenzen - siehe Kapitel 7.2).
Abb. 17: Unterschiedliche Lageverortung von
Höhlenobjekten im ÖHV.
8.7 Vergleich der ÖK 50 mit der neuen ÖK 50-UTM
Günter Stummer
Topographische Karten sind die Grundlage
jeder raumbezogenen Wissenschaft. In der
höhlenkundlichen Dokumentation dient die
amtliche Österreichische Karte 1:50 000
(ÖK 50) als Grundlage für die verbale Um-
grenzung der Teilgruppen und mit dem die-
sem Kartenw erk zugeordneten Bundesmelde-
netz ist die Definition der Lage von Höhlenein-
gängen durch Rechts- und Hochw ert möglich.
Dieses amtliche Kartenw erk w ird derzeit
grundlegend umgestellt. Die neue Karte, mit
anderem Blattschnitt und anderer Projektion,
soll etw a 2010 flächendeckend für Österreich
vorliegen. Dies bedeutet, dass in einer sehr
langen Übergangszeit im Österreichischen
Höhlenverzeichnis eine doppelte Lageangabe
in Bezug auf Kartenblattnummer und Koordi-
naten erforderlich sein w ird. Aber auch nach
erfolgter Umstellung w erden die entsprechen-
den Daten in Bezug auf das alte Kartenw erk
im Originalkataster aufscheinen. Um die
Nutzung dieser alten Daten sicherzustellen
und die Änderungen des neuen Kartenw erkes
nutzen zu können, w erden in diesem Beitrag
das alte und das neue Kartenw erk zusammen-
fassend dargestellt.
Allgemeine Grundlagen
In einer ersten Annäherung an die natürlichen
Gegebenheiten kann die Gestalt der Erde als
die einer Kugel angenommen w erden. Die
Realität ist allerdings komplizierter. Im physi-
kalischen Sinn w ird die Erde als Geoid defi-
niert (als Äquipotentialfläche des Erdschw ere-
feldes). Da dieses Schw erefeld über die Erde
nicht gleichmäßig verteilt ist, ist das Geoid
zw ar physikalisch eindeutig definiert, nicht
jedoch geometrisch (so liegt etw a die Meeres-
oberfläche im Nordatlantik um 170 Meter
höher als im zentralindischen Ozean). Nun
muss allerdings das dreidimensionale Gebilde
„Erde" auf eine zw eidimensionale „Karte"
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