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lio. Titelblatt mit Druckersignet, (6), 793, (2) S. Zeit-
genössischer Holzdeckelband mit blindgeprägtem,
teils fehlerhaften Lederüberzug, auf vier Doppel-
bünden geheftet mit zwei (fehlenden) Schließen.
850,--
Zweite, verbesserte Ausgabe der Weltchronik
des Tübinger Professor für kanonischen Rechts.
Außerordentlich schöner postinkunabler Druck
in einer humanistischen Antiqua, sehr frischer
Druck auf tadellosem Papier, nur ganz vereinzelt
Spuren der Benutzung. Praefatio von Iohannes
Reuchlin (1455-1522), erste Seite mit Druckfalte.
Das Werk von Naucler steht in Konkurrenz zur
Weltchronik von Hermann Schedel, dessen erst-
mals 1493 zu Nürnberg gedruckter Liber Chro-
nicarum auch heute noch in aller Munde ist. In-
haltlich muß man jedoch feststellen, daß die
Weltchronik von Schedel ein Bilderbuch zwar mit
phantasievollen Portraits und teilweise authen-
tischen Städtebildern geschmückt, aber inhalt-
lich auf kläglichem intellektuellen Niveau ver-
faßt ist.
Naucler bietet kein Bilderbuch, sondern einen
ernstzunehmnden Versuch, die Welt im ausge-
henden Mittelalter in ein Werk zu gießen. Nau-
cler kann den viel weiteren Bildungshorizont
vorweisen, spinnt selbstständig den Faden und
sucht bisweilen sein eigenständiges kritisches
Urteil. Auch sind die italienischen Humanisten
miterft.
Ziel der Chronik war keine kritische Aufarbeitung
vergangener Epochen, sondern Naucler wollte in
unruhigen Zeiten, in welcher der Autoritätsver-
lust von Staat und Kirche, Kaiser und Papst jeder-
mann sichtbar war, einen festen Maßstab bieten.
Das geschlossene Weltbild des Mittelalters zu
retten, durchkreuzt Naucler oft selbst. Beispiels-
weise in seinem Bericht über die Gerichtsbarkeit,
verwarf er Auau der Gerichte und Ausbildung
der Richter und forderte die Abkehr vom Ge-
wohnheitsrechtr und die Hinwendung zum ge-
lehrten, römisch-kanonischen Recht.
Nauclerus (auch Johannes Verge, Vergenhans
oder Fergenhans genannt) wurde 1425 vermut-
lich im Württembergischen geboren, und war
von 1450 bis 1459 Hofmeister des späteren Her-
zogs Eberhard.
Im Jahre 1477 wurde Naucler Professor des kano-
nischen Rechts an der Tübinger Universität. Nau-
cler starb im Jahre 1510 in Tübingen, wie die Grab-
inschrift bekundet, 84jährig.
Naucler war nicht nur der erste Professor des ka-
nonischen Rechts, sondern hatte auch entschei-
denden Anteil an der Gründung der Tübinger
Universität. Er war Lehrer von Herzog Eberhard
im Bart, dem fürstlichen Träger der Universität.
Das innige Verltnis von Naucler zu Herzog
Eberhard fand durch dessen Tod im Jahre 1496,
über den Naucler in bewegenden Worten in sei-
ner Chronik spricht.
Seine Weltchronik hat Naucler um das Jahr 1504
verfaßt: Von der Erschaung der Welt bis 1501
und wurde erstmals nach seinem Tode 1516 ge-
druckt und später mehrfach.
Volumen primum: Chronographia ab Exordio Mundi
usque in praesentem diem, per Generationes
veluti capita aut libros partita.
Volumen secundum: Chronicarum Historiyrum Vo-
lumen secundum, continens gesta memora-
tu dignissima, iam inde a nativitate Domini &
Servatoris nostri Iesu Christi, usque ad Caro-
lum Magnum Impertaorem & translationem
Imperii Romani ad Germanco, ad annum vide-
licet 750.
14. POLEN - JUS POLONICUM,
Codicibus vet-
eribus manuscriptis et editionibus quibusque
collatis edidit Joannes Vincentius Bandtkie.
Varsaviae, Sumtibus societatis Regiae Philoma-
thicae Varsaveinsis, 1831. Quart. Titelblatt mit Vi-
gnette, XXII, 472, (8) S. (letzte Registerseite fehlt)
Zeitgenössische Verlagsbroschur, Unbeschnitte-
nes Exemplar. 500,--
Insgesamt 47 Gesetze in einem Sammelband, be-
ginnend mit den Jura Judeis aus dem Jahre 1264,
1334, 1447 und 1467 und schließt mit dem Jahre
1501.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das pol-
nische Staatsgefüge so gut wie aufgelöst. Nach
der Eroberung und Neuaufteilung durch den
Feldherrn und Eroberer Napoléon galt zunächst
der Code Napoléon. Nach der Besiegung von Na-
poléon geriet Polen aufgrund des Wiener Kon-
gresse zwischen die Mühlen der angrenzenden
Großmächte Russland und Preussen. Immerhin
entstand nahc großen Gebietsabtretungen das
Königreich Polen, das aber unter der Herrschaft
des russischen Zaren stand. Ein polnischer Frei-
heitsaufstand von 1830 wurde 1831 blutig nieder-
geschlagen. Die Verfassung wurde außer Kraft
gesetzt. Diese Gesetzessammlung alter pol-
nischer Gesetzgebung ist ein Ausdruck des pol-
nischen Behauptungswillens.
Hexenwesen „die eigentliche Tat des Jahres“.
Thomasius`Stellung gegen den Hexenwahn rührt
zunächst von seinem Lehrer Samuel Stryk, der
mehrfach dagegen literarisch zu Felde zog und
auch seinen jungen Kollegen Thomasius entspre-
chend beeinusste.
Doch Thomasius geht einen Schritt weiter als
Stryk, je er formuliert erstmals in diesem Punkt
modernes Denken: stellt Stryk noch die Beweis-
barkeit der Hexerei in Zweifel, so bestreitet Tho-
masius über haupt die Möglichkeit eines Ver-
brechens aus diesem Grunde und leugnet die
Existenz von Hexen und Teufelswesen.
Eine ungeheure Diskussionswelle löste diese
Schrift aus. 1702 wird sie durch diese erste Über-
setzung wieten Kreisen verständlich, es folgt
1704 eine zweite Translation. Schließlich er-
scheint in Augsburg 1775 die letzte Übertragung.
Eine Flut von Gegenschriften erschienen in kur-
zer Folge.
15. THOMASIUS, Christian. De crimine Ma-
giae.
Theses inaugurales ... submittit ad Diem
12.November 1701 Johannes Reiche. Halle, Lit-
teris Christoph. Selfeldii, Regimini. Reg. Boruss.
Typogr. 1701 (recusa 1722). Oktav. Titelblatt, 40
S. Zeitgemäßer Pappband. 500,--
Am 12. November 1701 hielt Thomasius den Vor-
sitz zur sehr schnell berühmt werdenden Dis-
sertatiuon De crimine magiae (Von dem Ver-
brechen der Zauberei und Hexerei). In schneller
Folge erschienen die Drucke: 1703, 1704, 1706,
1717, 1722, 1730, 1739 und 1753. Stinting-Lands-
berg nennt diese Schrift im Rahmen der Au-
rung gerade in Halle und im Kampf gegen das
16. WEINGARTEN, Johann Jacob von, Fasci-
culi diversorum jurium.
Jn dessen vier Theilen/
das im Herzogthum Ober= und Nieder= Schlesi-
en verschiedener Orten übliche Sachsen=Recht/
Benedicti Carpzovii denitiones forenses & cri-
minalia, Matthiae Berlichii Conclusiones practi-
cae compendiose; wie auch die dißfalls allgemei-
ne Kayserliche/ der Cron Böheimb/ Marggra
thums Mähren/ Ertz=Hertzogthums Nieder=
und Ober=Oesterreich dann einig andere Rech-
te...Statuta, Privilegia...a/jointfilesconvert/309808/bgehandelt Nürnberg,
Jn Verlegung Johann Ziegers/ Buchhändlers,
1690. Folio. Ganzseitiges Titel-Kupfer, Titelblatt in
Rot-Schwarz-Druck, (6), 392, 506, (54) S.; (Anderes
Buch:) Ganzseitiges Kupferportrait von Weingar-
ten, 449, (14) S. Zeitgenössischer Pergamentband.
750,--
Sehr interessantes Rechthandbuch für Schlesien,
in dem daschsische Recht aus den Rechtsquel-
len, den wissenschaftlichen wie rechtsprak-
tischen Kommentaren sowie der Rechtspre-
chung zubereitet wurde.
17. ZOESIUS, Henricus, Commentarius ad
Digestorum seu Pandectarum Juris Civilis Li-
bros L..
Zoesius Augmentatus, id est Henrici
Zoesii Amersfortii in Academia Lovaniensi I.U.D.
et Prof. Ordinarii. Nunc demum Consectariis ad-
ditamentis ex jure practico, publico & Camerali.
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