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Köln, sumptibus Andreae Bingii, 1658. Quart. Titelblatt mit Druckersignet
in Rot-Schwarz-Druck, (6), 1.246, (58) S. Schöner zeitgenössischer Perga-
mentband mit handschriftlichen Titelauftrag am Rücken. Pandektenvorle-
sung an der Universität LÖWEN! 750,--
Henricus ZOESIUS (1571-1627), Professor der Rechte an der Universität Lö-
wen, beeinußte mit seinem Kommentar maßgebend die Juristenausbil-
dung nicht nur in Holland, sondern auch in Deutschland. In Österreich wur-
de sein Pandektenkommentar sogar ozielles Lehrbuch.
1571: geboren zu Amsterdam als Sohn einer Patrizierfamilie
1597: Beginn des Rechtsstudiums an der Universität Löwen
1603: nach einer peregrinatio academica durch Spanien erwarb er sich dort
das Licentiat
1606: Professor für griechische Sprache in Löwen
1607: Ernennung zum Professor der Institutionen
1610: Promotion zum Doctor iuris utriusque
1619: ordentlicher Professor des Zivilrechts als Nachfolger von Petrus Gude-
linus
1627: gestorben am 26. Februar zu Löwen
OPUSCULA IURIDICA:
kleinere, seltene Originalarbeiten im Rahmen
des Rechtsunterrichts auf den Universitäten
18. HALLE- SKLAVEN und UNFREIE in der Frühaulärung BÖHMER,
Justus Henning, De iure et statu hominum propriorum a Servis Ger-
maniae non Romanis derivando et de usu huius doctrinae.
Disserta-
tio iuridica inauguralis Ad diem XXIIX. Septembris 1716. - THOMASIUS,
Christian, De hominibus propriis et liberis Germanorum. Dissertatio in-
auguralis juridica Praeses: Christian Thomasius Ad diem 1. Octobr. anno
M DCCI publicae Eruditorum disquisitioni submittet Hieronymus von der
Lahr aus Frankfurt am Main. Halle, Literis Io. Gruneri, Academ. Typogr.,
1701-1716. Oktav. (I:) Titelblatt, 66, (4) S.; (II:) Titelblatt, 63 (3) S. Zwei Teile
in einem zeitgemäßen Pappband. 480,--
Justus Henning BÖHMER (1674-1749) war der viel-
leicht bedeutendste deutsche Rechtsgelehrte des
18. Jahrhunderts.
Böhmer, geboren in Hannover, studierte Rechts-
wissenschaften in Jena und war dann zunächst als
Advokat und Hofmeister des Grafen von Waldeck
tätig. Er wurde 1699 juristischer Licentiat in Halle
und begann dort eine Dozententätigkeit. Als Pro-
fessor in Halle seit 1701 machte Böhmer eine glanz-
volle Karriere an der damals führenden deutschen
Universität. Schließlich wurde er 1743 zum Ordina-
rius der juristischen Fakultät und zum Kanzler des
Herzogtums Magdeburg ernannt.
Das Thema greift das schon von Thomasius bearbeitete Thema auf, dads er zu-
dem historisch bearbeitet.
Einer der berühmtesten deutschen Juristen war zweifelsohne Christian Tho-
masius (1655 - 1728), der wichtigste deutsche Vertreter der Frühaulärung und
wortgewaltiger Streiter gegen die Herrschaft des römischen Rechts und für die
Humanisierung des Strafrechts.
Die berühmte, historische Schrift untersucht die Frage, ob es in Deutschland die
Sklaverei gegeben hat oder nicht. Thomasius weist nach, dass die unfreien Bau-
ern in Deutschland durchaus mit den im römischen Recht verankerten Sklaven
zu vergleichen sei. Die Geschichte dieser im Eigentum eines Herren stehenden
Unfreien in Deutschland wird mit dieser Abhandlung aufgerollt.
Christian THOMASIUS (1655-1728)
1655: geboren am 1. Januar in Leipzig als Sohn von Jakob Thomasius, Professor der
Philosophie in Leipzig und Lehrer von Leibniz
1672: Magister der Philosophie in Leipzig, durch Lektüre von Pufendorf und Groti-
us Beginn des Rechtsstudiums
1675: Rechtsstudium in Frankfurt an der Oder bei Samuel Stryk
1679: Doktor beider Rechte bei Stryk, danach peregrinatio academica und Nieder-
lassung als ANwalt in Leipzig
1682: erste Privatvorlesungen ans der Universität Leipzig
1685: Publikation der ausehenerregenden Schrift de crimine bigamiae
1687: Ankündigung einer deutschen Vorlesung
1688: erste Ausgabe der Monatsgespräche
1689: Beginn der Zensur, ein Jah später Lehr-, Disputations- und Veröentlichunsg-
verbot
I. Alte Drucke
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